Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

Frau F legt bei der Altersvorsorge Wert auf Planbarkeit. Eine garantierte Verzinsung ist ihr wichtig,
sie möchte jedoch eine höhere Renditechance haben. Sie entscheidet sich für eine
Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins, die dem Versicherer
mehr Flexibilität bei der Kapitalanlage ermöglicht.

Frau F kann monatlich 100 Euro zurücklegen –
das ergibt einen jährlichen Rentenbeitrag von 1.200 Euro.
Bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren zahlt sie
44.400 Euro in ihre private Rentenversicherung ein.

Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

Die Beiträge – abzüglich Abschluss- und Verwaltungskosten – werden zum Aufbau von Kapital verwendet.
Bis zu einem bestimmten Vertragsjahr wird das Kapital in unserem Beispiel mit dem Garantiezins
und danach mit einem geringeren Zins verzinst. Insgesamt liegt die
durchschnittliche Mindestverzinsung also unter der
Garantieverzinsung in der klassischen
Rentenversicherung.

Die niedrigere
Garantieverzinsung ermöglicht
der Versicherung, einen Teil der
eingezahlten Beiträge in riskantere Kapitalanlagen mit
höherer Renditechance zu investieren. Die erwirtschafteten
Überschüsse fallen in der Regel höher aus als bei der klassischen
Rentenversicherung. In diesem Fall ist auch das erreichte Kapital zu Rentenbeginn
höher als in der klassischen Rentenversicherung. Wichtig: Das einmal erreichte Kapital
kann in den Folgejahren nicht sinken. Die vereinbarte Mindestverzinsung gilt aber nur für das
Garantiekapital und nicht für die darüber hinaus erwirtschafteten Überschüsse.

Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

Der Rentenanspruch von Frau F steigt mit der Höhe des Kapitals.

Das untere Balkensegment (dunkelblau)
zeigt die Entwicklung des Rentenanspruchs
für den Fall an, dass die Versicherung nur den
garantierten Zins und keinerlei Überschüsse gutschreibt.

Das obere Segment (hellblau) zeigt, welche mögliche Rente
sich im Beispielfall zusätzlich aus der Überschussbeteiligung ergibt.

Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

Mit 50 Jahren ergibt sich für Frau F aus heutiger Sicht folgender Zwischenstand:

Das Garantiekapital der Rentenversicherung beläuft sich mindestens auf
gut 23.900 Euro. Zusammen mit den gutgeschriebenen Überschüssen
liegt das erreichte Kapital bei rund 31.400 Euro.

Aus dem Garantiekapital kann Frau F
mit 67 Jahren eine Rente von mindestens 1.060 Euro erwarten.
Aus dem in unserer Beispielrechnung erreichten Kapital ergibt sich
eine mögliche Rente von 1.390 Euro – dieser Betrag ist jedoch nicht garantiert.

Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

Zahlt Frau F ihre Beiträge wie vereinbart bis zum Alter von 67, verfügt sie mindestens über ein Garantiekapital
von 44.400 Euro. Zusammen mit den gutgeschriebenen Überschüssen beläuft sich das
erreichte Kapital auf knapp 86.000 Euro.

Aus dem Garantiekapital ergibt sich ein Rentenanspruch von mindestens
1.596 Euro. Aus dem erreichten Kapital erhält Frau F in unserer
Beispielrechnung eine Jahresrente
von 3.091 Euro.

Frau F kann sich für eine bestimmte
Rentenauszahlung, die so genannte teildynamische Rente, entscheiden.
In unserer Beispielrechnung liegt die teildynamische Rente mit 4.160 Euro
zu Rentenbeginn deutlich höher. Dafür kann die Rente im weiteren Verlauf auch fallen.

Klassische Rentenversicherung mit reduziertem Garantiezins

In einem Negativszenario schreibt der Versicherer Frau F nur geringe Überschüsse zu.
Mit Rentenbeginn steht das Garantiekapital von 48.700 Euro zur Verfügung.
Daraus erhält Frau F eine garantierte Rente von lebenslang 1.596 Euro.
Entscheidet sie sich für die teildynamische Rente,
steigt diese zu Rentenbeginn auf 2.004 Euro.